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Bei der Gründung der Schützengilde Ems – Einen im Jahre 1952 war die Anzahl der aktiven Schützen mit neun Mitgliedern zu klein, um eine
Ehrenformation wie die Ehrengarde zu gründen. Aber schon 7 Jahre später wurde 1959 mit etwa 20 Mann eine solche Ehrengarde ins Leben gerufen. Die Uniform bestand aus einer weißen Hose mit weißem Hemd. Als
Kopfbedeckung wählte man eine Schirmmütze. Dazu kam im Jahre 1963 für alle Mitglieder eine Kordel mit Knopf.
Der Kommandeur war Heinrich Tewes, der diese Funktion bis 1970 bekleidete. Seine Aufgabe bestand darin, den jungen Männer der Nachkriegszeit
etwas militärische Ordnung und Disziplin beizubringen. Er wurde in den Anfangsjahren vom Oberst Anton Schröder bei dieser Ausbildung unterstützt. Die Arbeit der Ausbilder muss aber wohl auf fruchtbaren Boden
gefallen sein, denn im Jahre 1969 gewannen unsere Ehrengardisten zum ersten Mal die Wanderstandarte beim Kreisehrengardentreffen in Gröblingen - Velsen. Vielleicht haben aber auch die ersten eigenen
Uniformen, bestehend aus einer kurzen Jacke und Schiffchen, motivierend dazu beigetragen. Durch diesen Sieg war unsere Ehrengarde ein Jahr später am 30. August 1970 Ausrichter des nächsten Treffens aller
Schützenvereine des Altkreises Warendorf.
Die erste Standarte wurde im Jahre 1972 angeschafft und vervollständigte somit das positive Erscheinungsbild unsere Ehrengarde. Nur die Form der
selbst gefertigten Holzgewehre ließ erkennen, dass die jungen Ehrengardisten in diesem Bereich noch besser ausgerüstet werden konnten. Dieser Zustand änderte sich auch im Jahre 1972. Die Schützengilde kaufte 50
Gewehre, die nun auch wie richtige Schusswaffen aussahen, mit denen man aber natürlich nicht schießen konnte.
Neuaufnahmen werden jederzeit durchgeführt, wobei das Eintrittsalter auf 16 Jahre festgesetzt wurde. Vor den Schützenfesten werden für die
Altgedienten vier Übungsabende angesetzt, damit auch das Marschieren und Präsentieren an den Festtagen fehlerlos klappt. Die neuen Mitglieder müssen allerdings einige Sonderdienste über sich ergehen lassen. Diese
intensive Aus- und Weiterbildung hat dazu beigetragen, dass die Wanderstandarte auf den Kreisehrengardentreffen 1977 in Ostenfelde und 1985 in Füchtorf errungen werden konnte.
Zwischen den Auftritten in Uniform gab es immer wieder gesellige Veranstaltungen wie Radtouren oder Bustouren, aber auch sportliche Aktivitäten wie
das Tauziehen gegen die Ehrengarde der Schützenbruderschaft aus Müssingen.
Bei allem Sinn für das Feiern haben die Mitglieder der Ehrengarde nicht vergessen, anderen zu helfen. Schon zweimal konnte dem Förderverein
Krebskranker Kinder Münster e.V. ein größerer Geldbetrag zur Verfügung gestellt werden. Im Jahre 1999 konnte die Ehrengarde stolz auf ihr 40 jähriges Bestehen zurückblicken. Ein beeindruckendes Ereignis, an dem
viele Gastvereine teilnahmen.
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